Zum Start in die Europameisterschaft in Cittadella (Ita) hat die Schweiz mit 0:6 klar das Nachsehen gegen Tschechien.

Es ist den Schweizern definitiv nicht nach Wunsch gelaufen. Sie versuchen es mit einer Zonendeckung und warten hinter der Mittellinie auf die favorisierten Tschechen, doch zu oft sind alle in Richtung Puck orientiert und geht der Mann im Slot, am zweiten Pfosten oder im Rücken vergessen. Das bestraft Tschechien bald, auch wenn danach lange dicht gehalten wird. Die Schweizer erspielen sich Mitte der ersten Hälfte auch etwas mehr Puckbesitz und einige wenige Abschlüsse, ehe Loskot zum 2:0 zuschlägt. Es folgt die erste Powerplay-Chance und Headcoach Michael Friedli nimmt gar sein Timeout, doch statt zu reüssieren schlägt Jakub Bernad für Tschechien mittels Shorthander zu.
Auch in der zweiten Halbzeit tritt nur wenig Besserung ein. Mit einem Torhüterwechsel versuchen die Schweizer ein Zeichen zu setzen, wobei Thierry Knuchel wie danach auch Yannick Mark ihren Job gemacht haben und ihnen keine Schuld an der Niederlage anlastet. 13 Minuten passiert relativ wenig, ausser dass die Schweizer ein vierminütiges Powerplay ungenutzt verstreichen lassen. Tschechien schlägt dann in den letzten sieben Minuten noch dreimal zu und erhöht auf 6:0.
Morgen Mittwoch bestreitet die Schweiz um 9:30 Uhr ihr zweites und letztes Vorrundenspiel gegen Deutschland. Die Partie wird im Livestream auf swissskate.tv gezeigt.
Tschechien - Schweiz 6:0 (3:0)
Cittadella. - SR: De Leiris, Söder.
Tore: 5. Zboril 1:0, 18. Loskot (Sebek) 2:0, 20. Jakub Bernad (Flynn) 3:0, 33. Adamec (Flynn) 4:0, 34. Jakub Bernad (David Bernad) 5:0, 38. Flynn (David Bernad) 6:0.
TSCHECHIEN: Brabec, Matousek; Zboril (1/0), Plos, Jakub Bernad (2/0), David Bernad (0/2), Flynn (1/2), Adamec (1/0), Andrysek, Sebek (0/1), Skoloud, Vyoral, Loskot (1/0), Vosmik.
SCHWEIZ: Knuchel (ab 21. Mark); Hunziker, Fosanelli, Widmer, Heinrich, Villiger, Trepp, Guntlin, Zwissler, Dietrich, Niederberger, Hug, Michael, Di Biase.
STRAFEN: 3x2 Min. Tschechien, 1x2 Min. Schweiz.
