An den Medaillen geschnuppert, dann eine üble Klatsche im ersten Spiel der Klassierungsrunde und am Ende Rang 7 - die Hochs und Tiefs der Schweiz an der U19-EM in Cittadella (Ita).

Am Ende ist es Rang 7. Es ist eine ernüchternde Bilanz eines EM-Abenteuers, das lange Zeit so vielversprechend ausgesehen hat. Wir schauen zurück.
Vorrunde:
Eigentlich ist Namibia leicht favorisiert, doch die Schweiz zaubert in ihrem ersten EM-Spiel eine Leistungssteigerung über die gesamte Spieldauer hin und verdient sich mit einem 5:3 den Sprung in die Zwischenrunde. In der zweiten Partie gegen ein hoch souveränes Spanien - übrigens später Europameister - verliert man mit 1:4 und hatte das Gefühl, es wäre mehr drin gelegen.
Zwischenrunde:
Der Sprung in die Top 2 in der Gruppe mit Tschechien und Frankreich ist nötig. Für die Schweiz beginnt es gut, sie spielt gegen die zwei Favoriten frech mit. Gegen Frankreich verlieren die Eidgenossen kurz vor Ablauf der Verlängerung und wissen, wenn sie am Abend die Tschechen bezwingen, stehen sie im Halbfinale. Lange sieht es gut aus, dann geraten sie anfangs zweite Halbzeit in Rückstand und gleich mit fünf Feldspieler und ohne Torhüter aus. In der Verlängerung dann die bittere Pille, die Niederlage bedeutet das Platzen des Medaillentraums.
Klassierungsrunde:
Da wartet als erster Gegner wieder Namibia, wobei man offensichtlich noch mit dem Aus vom Vortag zu kämpfen hat und die Leistung nicht abrufen kann. Die Afrikaner fertigen die Schweiz mit 1:8 ab. Am Abend dann wieder das alte Gesicht unserer Mannschaft: sie spielt gut, kämpft und trotz dem favorisierten Italien die Overtime ab. Der Wehrmutstropfen ist, dass auch diese Verlängerung verloren geht. So bleiben am Samstag nur zwei lockere Siege über Irland und Belgien und ein 7. Rang, der irgendwie nicht die Leistung dieser Mannschaft wiederspiegelt.
