Schiedsrichter unterscheiden sich weniger in fachlicher Sicht (z. B. Regelkenntnis, Laufvermögen), sie unterscheiden sich eher nach persönlichen Eigenschaften, sozialen Kompetenzen und psychologischen Fähigkeiten, mit denen sie ein Spiel regelkonform und sicher leiten können.
Soziale Kompetenzen und psychologische Fähigkeiten sind lernbar. Daher werden erfahrene Schiedsrichter als Betreuer eingesetzt, um mit den neuen oder weniger erfahrenen Schiedsrichter in einer Spielbeobachtung diese Eigenschaften zu fördern. Ein Schiedsrichter muss wissen, was im Spiel “psychologisch passiert”: u. a. Interessenkonflikte und soziale Beziehungen unter den Spielbeteiligten – Funktionen und Rollen, die ein Schiedsrichter sicher, ruhig und selbstbewusst ausfüllen sollte – Sich selbst beobachten lernen und weiteres mehr.
Ein Schiedsrichter sollte Kommunikation umfassend verstehen: z. b. Eigenarten menschlicher Wahrnehmung beachten können– Arten und Formen von Botschaften berücksichtigen – Förderliches Umgehen mit Konfrontation beherrschen, Körpersprache günstig nutzen: u. a. die Bedeutung der Signale von Augen, Gesicht, Händen, Füßen, Körperhaltung beachten und im Auftreten umsetzen.